In Nordelbien begann mit dem Missionar Vicelin eine neue Christianisierungswelle und Kolonisation im Holstenland, nachdem die slawischen Wenden 1143 endgültig unterworfen wurden.


Ausgehend von der Urkirchspiel Neumünster dehnte sich die Besiedlung weiter nach Norden aus, bis es um 1210 zum Bau einer Kapelle in Brügge am Lauf der Eider kam. 1215 übertrug der Graf Albrecht von Orlamünde, Statthalter des dänischen Königs Waldemar, das Patronat dem Augustiner-Chorherren Kloster in Neumünster.

 

Bereits 1238 wird Brügge als Pfarrkirche und selbstständige Kirchengemeinde urkundlich erwähnt. 1332 siedelte das Kloster nach Bordesholm und blieb bis zur Säkularisierung 1566 die Patronatskirche. Einer der Chorherren war für die kirchlichen Amtshandlungen in Brügge verantwortlich.


Rund 500 Jahre lang war Brügge die Pfarrkirche für das gesamte Amt Bordesholm, bis 1738 das Kirchspiel getrennt wurde. Der damalige Landesherr, Herzog Karl Friedrich von Holstein-Gottorf, ließ das Kirchspiel Bordesholm einrichten. Der Namenspatron der Brügger Kirche ist Johannes der Täufer, ihr Name daher: St. Johannis Brügge.

 

Heute gehören zum Kirchspiel Brügge:
Die Gemeinden Bissee, Brügge, Groß Buchwald, Negenharrie, Reesdorf, Techelsdorf und Wattenbek östlich der Schulstraße.
Feldsteine mit den Gemeindenamen finden sie rechts neben dem Haupteingang.

 

Im Jahre 2010 feierte die Gemeinde ihr 8oo jähriges Kirchenjubiläum.