Kirchengemeinde St. Johannis

Dorfstraße 6

24582 Brügge

 
 

Letzte Änderung  Hi., Sta.  02.02.2012

Das Kleine Haus im Wandel der Zeit

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2003: Das Kleine Haus vor der Sanierung ...

Der exponierte Kirchenhügel zwischen Eider, Marktplatz und Dorfstraße wird schon seit langer Zeit von mehreren Gebäuden umsäumt. In einer Urkunde von 1392 z.B. heißt es, daß dort "ene Wurd [= Kätnerstelle] in dem Dorpe to der Brügge bey dem Kerckhove, dar nu Wychmer uppe wonet, ..." vorhanden sei. Der bedeutsamste Bau ist das sog. "Kleine Haus" Marktplatz 3. Ursprünglich befand sich dort das Kaplanswitwenhaus, das um 1725 wegen Baufälligkeit abgerissen wurde. Grund und Boden kaufte der Chirurg und Barbier Chr. Fr. Hartwig, der 1726 das jetzige Haus errichtete. Es ist eines der ältesten ländlichen Wohngebäude Holsteins und unterscheidet sich deutlich von der Bauweise der hier üblichen Bauernhäuser.

Vom Charakter her passt das Kleine Haus eher zu einer Kleinstadt als zu einem Dorf wie Brügge. Seit 1983 ist es im Besitz der Kirchengemeinde und wird von ihr für Veranstaltungen genutzt. So treffen sich regelmäßig Gemeindegruppen hier und es finden Lesungen und Ausstellungen statt. Auch als Weinstube beim jährlichen Adventsmarkt ist es ein beliebter Treffpunkt - im Laufe der Jahre hat sich so ein wahres dörfliches Kulturzentrum etabliert, wobei der schlechte Zustand der Bausubstanz mehr und mehr einer Nutzung im Wege stand.

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... und nach der Außensanierung 2006

Über viele Jahre war der Zustand des Kleinen Hauses besorgniserregend. Punktuell konnten zwar ab 1996 einzelne Maßnahmen realisiert werden. So wurden einige Fenster erneuert und auch die Innenräume wurden soweit hergerichtet, dass wieder eine Nutzung für Veranstaltungen möglich war. Fachwerk und Mauerwerk waren aber in schlechtem Zustand, ebenso musste das Pfannendach dem ehemaligen Gebäudezustand entsprechend erneuert werden. Dringend notwendige Akutmaßnahmen konnten seinerzeit nur aus Spenden und Einnahmen aus Gemeindeveranstaltungen finanziert werden - so kamen über Jahre die Überschüsse des jährlichen Adventsmarktes dem Kleinen Haus zugute. Immerhin konnten auf diese Weise die Dachflächenfenster verschwinden und an der Nordostecke des Gebäudes konnten dringend erneuerungsbedürftige Teile des Fachwerks und einige ausgemauerte Fächer saniert werden. So war zumindest punktuell der jetzige Endzustand nach der abgeschlossener Sanierung erkennbar.

Ab dem Sommer 2006 wurde das Kleine Haus grundlegend saniert - Fördermittel der Europäischen Union und der Denkmalpflege der Nordelbischen Landeskirche ermöglichten diese Maßnahme, die aus Eigenmitteln der Gemeinde nicht finanzierbar war. Weitere Informationen zu diesem Projekt und dem Fortschritt der Sanierungsmaßnahmen finden Sie auf der Seite Sanierung.

 

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